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Was jeder in diesen Tagen für sich selbst tun kann.

Ganz ehrlich, liebe Leser, liebe Seminarteilnehmer, liebe Kunden und alle, die Ihr heute hier lest: ich bin kein Virologe, auch kein Hobbyvirologe 🙂 Ich bin kein Arzt, kein Pfleger, nix, was mich jetzt im ersten Schritt zu einer Aussage in dieser ganzen Corona-Sache zu einem unqualifizierten Kommentar berechtigt. Das schon mal vorweg.

Meine Themen sind Kommunikation, Solidarität, Umgang mit Stress und positives Denken. Und ich bin Mama. Zu diesen Themen fällt mir in diesen Tagen durchaus doch etwas qualifiziertes ein – zumal dazu leider wenig über die offiziellen Stellen und Verantwortlichen verlautbart wird. Allein fleißige Kolleginnen und Kollegen kommen langsam an den Start (wie ich eben auch) und ordnen das ganze auf Blogs, YouTube, facebook und Konsorten in ihr eigenes Weltgeschehen ein.

Läuft das alles gut oder schlecht? Kann ich nicht beurteilen. Ich befürchte nur aktuell, dass der soziale und psychologische Schaden, den diese Krise anrichtet und noch anrichten wird, leider wenig Beachtung finden wird. Und aus diesem Grund möchte ich mit ein paar Ideen und Tipps, die ich in meiner Berufserfahrung sammeln durfte, dazu beitragen, dass es dem ein oder anderen in dieser Zeit besser geht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Stress aus – Gehirn (wieder) an

Ein bisschen schreibe ich diesen Text heute auch für mich: ganz ehrlich – an wem geht dieser ganze Corona-Trubel spurlos vorüber? Wohl an den wenigsten. Verdienstausfälle, Betreuungsengpässe, Streichung der Sozialkontakte. Wer da nicht zuckt, der lebt entweder zurückgezogen oder ist im Zen-Modus angekommen.

Aber was passiert unter diesen Einflüssen? Wir haben Angst. Wir sind aufgeregt. Wir wissen nicht, was morgen passiert. Wir sind in Sorge um unsere Risikogruppen. Das alles löst Stress aus und unser System schüttet Adrenalin und Cortisol aus. Das signalisiert unserem Körper: flieh oder greif an! Unser System ist in Daueralarmbereitschaft. Und da passiert noch etwas ganz natürliches: unser Gehirn sagt sich – Hey, wenn du alle deine Kräfte für Flucht oder Kampf brauchst, dann ist Denken jetzt nicht so wichtig.

Lass das bitte mal sacken…

Und dann geh die Nachrichten durch. Ich habe den Eindruck, dass gerade ziemlich viele Leute unter ziemlich viel Cortisol stehen und in diesem Ausnahmezustand Entscheidungen treffen müssen. Das ist nicht lustig. Das mache ich auch keinem zum Vorwurf. Die meisten Menschen wissen nicht um diesen Zusammenhang. Das ist schade, aber es hilft, manche Dinge besser einzuordnen. Das ist kein Vorwurf. Das ist nur eine Erklärung.

Erste Hilfe bei Stress

Ganze Regalmeter Literatur zum Thema Stress helfen uns jetzt nicht so schnell weiter. Ich möchte Dir nur ganz basic basic basic zwei Tipps geben, wie du deinem Körper signalisierst: Hey, es ist alles gut. Und das geht über die Atmung. Dazu gibt es eine ganz simple Übung. Sie heißt 5-5-5. Ich bin ein riesen Fan davon, weil sie ist schnell, sofort zu merken, sofort einsetzbar:

Es geht los:

einatmen – innerlich bis 5 zählen
Luft anhalten – innerlich bis 5 zählen
ausatmen – innerlich bis 5 zählen
Und von vorne und das ganze 5 Mal.
Ist das simpel?

Wenn du das dreimal am Tag machst – von mir aus, wenn Du auf der Toilette sitzt oder wo es auch immer passt – dann sinkt dein Stresslevel merklich. Vielleicht machst Du es ja sogar öfter, immer, wenn du merkst, jetzt gehe ich wieder mit der allgemeinen Aufregung mit.

Zweite Hilfe bei Stress

Schlaf. Immer öfter kommen Menschen in meinen Seminaren zu mir mit derselben Frage: Ich kann schlecht einschlafen. Ich nehme Probleme mit in den Schlaf. Was kann ich tun?

Schlaf ist ein wichtiger Baustein für ein starkes Immunsystem. Gemeint ist hier aber Tiefschlaf. Schlaf, der erholsam ist. Wenn Du morgens aufwachst und denkst, WOW! Ich fühl mich gut! Ich weiß, dass sich leider sehr wenige Menschen morgens so fühlen. Aber mit ein paar kleinen Tipps kommst auch du wieder näher an diesen Ideal-Zustand heran. Welche Maßnahmen fördern den Tiefschlaf?

Hier sind sie:

Reduziere Licht zwei Stunden bevor du ins Bett gehst. Das heißt im Klartext: kein Fernseher, kein Handy, kein Bildschirm. Ja, ich weiß, das ist nicht einfach. Schnell noch hier ne Mail gucken, schnell noch facebook checken. Das ist alles nett, aber es stört deinen Schlaf. Denn der Blauanteil in künstlichem Licht signalisiert deinem Gehirn: es ist Tag! Sei wach! Ohne diese Einflüsse hört dein Gehirn eine andere Botschaft: es wird dunkel. Und prompt wird Melatonin produziert, das Müdigkeitshormon. Unser Hirn ist ein Wunderwerk. Je früher du Melatonin produzierst, umso schneller gleitest du in den Schlaf und somit auch den Tiefschlaf. Mehr Tiefschlaf, mehr Erholung.

Reduziere Negatives. Generell, aber besonders in den Abendstunden. Natürlich können wir nicht alle negativen Nachrichten ausblenden und uns auf die persönliche Happy-Insel zurückziehen, zumindest nicht 24/7. Aber es ist meine Entscheidung, ob ich die Nachrichten des Tages am Abend vor dem Schlafengehen hören möchte oder nicht. Die letzten Gedanken des Tages nehmen wir mit in den Schlaf. Setze bewusst positive Akzente vor dem zu Bett gehen. Dankbarkeitsrituale, Meditation, Gebet. Ein gutes Gespräch. Ein positiver Tagesabschluss mit deinen Lieben. Kerzenschein. Eine Badewanne. Was tut dir gut?

Alles Liebe!